Richtlinien für den Wettbewerb des VSK 2017 „Pomnik – nie zapomnij! Denkmal – denk mal dran!”

1. Schlesischer Denkmalschutzwettbewerb des deutsch-polnischen „Vereins zur Pflege schlesischer Kunst und Kultur (VSK)“ 2017

„Pomnik – nie zapomnij! Denkmal – denk mal dran!”

ein Wettbewerb des VSK zur Unterstützung der Denkmalpflege im Hirschberger Tal und im westlichen Niederschlesien

I. Ziel und Zweck

Im Rahmen seiner Aufgaben im heutigen polnischen Schlesien will der „Verein zur Pflege schlesischer Kunst und Kultur (VSK)“ einen Wettbewerb zur Unterstützung der Pflege und Bewahrung kunsthistorischer und historischer Gebäude, Gebäudeteile bzw. anderer ortsfester Objekte, wie z. B. Parks oder technischer Denkmäler, ausschreiben.

In Zusammenarbeit mit dem Woiwodschafts-Denkmalschutzamt, Delegatur Jelenia Góra (Hirschberg), soll auf diese Weise die fachgerechte Restaurierung von Gebäuden oder Objekten historischen oder kunsthistorischen Werts in Schlesien gefördert sowie Anreiz zur Nachahmung gegeben werden.

Zunächst (2017) soll sich unser Wettbewerb auf den Bezirk des Woiwodschafts-Denkmalschutzamtes, Delegatur Jelenia Góra (Hirschberg), mit den Kreisen Bolesławiec (Bunzlau), Jelenia Góra (Hirschberg), Kamienna Góra (Landeshut), Lubań (Lauban), Lwówek Śląski (Löwenberg) und Zgorzelec sowie die kreisfreie Stadt Jelenia Góra (Hirschberg) erstrecken. Der VSK beabsichtigt den Denkmalschutzwettbewerb zukünftig räumlich sowie auch inhaltlich auf die Neuplanung von Restaurierungsobjekten auszudehnen.

Bezirk des Woiwodschafts-Denkmalschutzamts, Delegatur Jelenia Góra (Hirschberg)

(rote Grenzmarkierung)

Wojewódzki Urząd
Ochrony Zabytków
Delegatura w Jeleniej Górze
Kierownik Delegatury WUOZ
mgr Wojciech Kapałczyński
ul. 1 Maja 23
58-500 Jelenia Góra
tel. / fax. (075) 752 68 65
tel. (75) 767 63 85
(75) 6459750
e–mail: dwkz-jg@dwkz.pl

(Delegatura działa na obszarze powiatów: bolesławieckiego, jeleniogórskiego ziemskiego i grodzkiego, kamiennogórskiego, lubańskiego, lwóweckiego, zgorzeleckiego)

Der vom VSK ausgeschriebene Preis soll private Bauherren, gemeinnützige Vereine oder vergleichbare Rechtspersonen dazu ermuntern in Objekte von historischer oder kunsthistorischer Bedeutung zu investieren, so dass die einstige Schönheit und Bedeutung bedeutender kulturhistorischer Objekte im Gesamtbild schlesischer Städte, Gemeinden und Landschaften wieder zum Vorschein und zur Wirkung kommt. Ziel ist es zudem, dass der durch den VSK angestoßene Wettbewerb früher oder später auch in anderen Teilen Schlesiens Nachahmung findet.

II. Preis

Für den Sieger des Wettbewerbs wird ein Preisgeld in Höhe von 12.000 zł. Ausgelobt.

Der Sieger des Wettbewerbs erhält eine Plakette, die am restaurierten Projekt oder in seiner Umgebung angebracht werden soll. Die Plakette trägt neben dem Logo des Wettbewerbs folgende Aufschrift: „Pomnik – nie zapomnij! – 1. nagroda/1. Preis 2017 – Denkmal – denk mal
dran! – Stowarzyszenie VSK“.

III. Teilnahmebedingungen

Teilnahmeberechtigt sind Privatpersonen, gemeinnützige Vereine oder vergleichbare Rechtspersonen, die schützenswerte, in ihrem Besitz befindliche Gebäude oder ortsfeste Objekte, die nicht zwingend unter staatlichem Denkmalschutz stehen müssen und bis zum Jahr 1950 im genannten geographischen Bereich errichtet oder eingerichtet wurden, aus eigenen Finanzmitteln restauriert oder renoviert haben.

Die Restaurierung des entsprechenden Objekts muss beim Bewerbungseingang abgeschlossen sein. Für den Wettbewerb des Jahres 2017 können Restaurierungsprojekte nominiert werden, deren Fertigstellung zwischen dem 1. Januar 2012 bis zum Bewerbungsschluss für den Wettbewerb am 15. September 2017 erfolgte bzw. erfolgt.

Bauvorhaben der öffentlichen Hand und von Wirtschaftsunternehmen sind vom Wettbewerb ausgeschlossen. Im Zweifelsfall entscheidet der Vorstand des VSK über eine Teilnahmeberechtigung am Wettbewerb.

Anhand einer Dokumentation muss sein „Vorher-nachher-Effekt“ an der renovierten Bausubstanz sowie eine fachgerechte Restaurierung festzustellen sein. Am besten in Zusammenarbeit mit dem jeweils örtlichen Denkmalschützer oder dem örtlichen Gemeindevorstand sind Ausgangs- und Zielzustand des Objekts fotografisch sowie mittels eines Bewerbungsformulars in einer kurzen Beschreibung zu dokumentieren und anhand historischer und aktueller Fotografien darzustellen.

IV. Fachjury

Vorstand und Beirat des VSK stehen mit dem Leiter des Woiwodschafts-Denkmalschutzamts, Delegatur Jelenia Góra (Hirschberg) und seinen Mitarbeitern in enger Absprache und bilden zusammen eine Fachjury, deren Mitglieder vom Vorstand des VSK benannt werden. Diese Fachjury wird aus den eingegangenen Bewerbungen eine Vorauswahl treffen und drei Projekte zur Nominierung für die Preisverleihung vorschlagen. Der Vorstand des VSK muss die Vorauswahl dieser drei Bewerbungen per Beschluss bestätigen. Die Fachjury wird die zur Nominierung ausgewählten drei Projekte bis 30.September 2017 vor Ort begutachten. Zur Bestimmung der zu nominierenden Objekte sollen möglichst die örtlichen Denkmalpfleger oder Gemeindevorsteher des entsprechenden Projekts konsultiert werden.

V. Kür des Gewinners und Preisverleihung

Im Rahmen der Mitgliederversammlung des VSK am 30. September 2017 in Lomnica/Lomnitz, Kreis Jelenia Góra/Hirschberg werden die drei nominierten Projekte von den Bewerbern in einer kurzen Präsentation selbst vorgestellt. Im Rahmen zweier geheimer, getrennter Abstimmungen, einerseits der auf der Versammlung anwesenden VSK-Mitglieder und andererseits aller anwesenden Vorstands- und Beiratsmitglieder, ermittelt der VSK zwei Stimmen, die sich jeweils unabhängig voneinander für eines der drei nominierten Projekte aussprechen können. Anschließend wird als dritte Stimme die Entscheidung des Woiwodschafts-Denkmalschutzamt, Delegatur Jelenia Góra (Hirschberg), bekannt gegeben.

VI. Ermittlung der drei Stimmen; Wahlen und Bekanntgabe ihrer Ergebnisse in dieser Reihenfolge:

1. Stimme – Mitglieder des VSK: Jedes Mitglied des VSK, das auf der Mitgliederversammlung anlässlich der Preisverleihung anwesend ist, hat eine Einzelstimme. Die Stimme des Gesamtvotums aller anwesenden VSK-Mitglieder wird aus der einfachen Mehrheit der Einzelstimmen der anwesenden Mitglieder ermittelt, wobei anwesende Vorstands- und Beiratsmitglieder bei dieser Wahl nicht stimmberechtigt sind. Wenn mehrere Projekte eine gleiche Zahl der Einzelstimmen erhalten, wird nur unter diesen in folgenden, offenen Wahlgängen solange abgestimmt, bis eines der Projekte die Stimmmehrheit erreicht hat.

2. Stimme – Vorstand und Beirat des VSK: Jedes auf der Mitgliederversammlung anwesende Vorstands- und Beiratsmitglied besitzt jeweils eine Einzelstimme. Die Stimme des Gesamtvotums des VSK wird in geheimer Wahl aus der einfachen Mehrheit dieser Einzelstimmen gebildet. Bei Stimmgleichheit entscheidet ein zweites, offenes Votum des Vorsitzenden.

3. Stimme – Woiwodschafts-Denkmalschutzamt, Delegatur Jelenia Góra (Hirschberg): 1 Gesamtstimme, die möglichst ebenfalls durch interne Vorabstimmung der Mitarbeiter der Behörde ermittelt werden sollte und auf der Mitgliederversammlung bekannt gegeben wird.

Dasjenige Projekt, welches mindestens zwei dieser drei Stimmen erhält, ist alleiniger Sieger des Denkmalschutzwettbewerbs. Sollten alle drei Projekte jeweils nur eine Stimme erhalten, wird in einer abschließenden, offenen Wahl, in der alle VSK-Mitglieder, einschließlich des Vorstands und des Beirats, jeweils nur eine Stimme besitzen, mit einfacher Stimmmehrheit der Sieger ermittelt. Bei Stimmgleichheit entscheiden die Vorstandsmitglieder in einfacher offener Mehrheitsabstimmung, wobei bei erneuter Stimmgleichheit, das Votum des Vorsitzenden doppelt gezählt wird. Vor Ort wird dann der Sieger gekürt und der Preis in Anwesenheit von Medienvertretern überreicht. Die 3 Erstplatzierten werden außerdem im Informationsheft des VSK „GRUSS AUS LOMNITZ“ mit ihren Projekten angemessen gewürdigt.

VII. Bekanntmachung des Wettbewerbs

Eine wichtige Zielgruppe, die von dem Wettbewerb erfahren muss, sind die örtlichen Gemeindevertreter und Denkmalschützer, die dann ihrerseits Eigentümer von geeigneten Restaurierungsprojekten ansprechen können. Entsprechend ist der Wettbewerb in Publikationen und auf Internetseiten der Gemeinden und Denkmalschutzämter der genannten Kreise bekannt zu machen. Außerdem werden Pressemitteilungen an die lokalen Medien versendet. Reisekosten und Aufwandsentschädigung Zur Begutachtung einer Vorauswahl der zur Nominierung in Frage kommenden Projekte erhalten die Mitglieder der Fachjury eine entsprechende Reisekosten- und Aufwandsentschädigung in Höhe der in Polen üblichen Margen.

19. 05. 2017 Vorstand des Vereins zur Pflege Schlesischer Kunst und Kultur (VSK)