Riesengebirgspreis für Literatur

Unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen Michael Kretschmer und des Marschalls der Woiwodschaft Niederschlesien Cezary Przybylski wird der Verein zur Pflege schlesischer Kunst und Kultur in diesem Jahr erstmalig den Riesengebirgspreis für Literatur verleihen (Link zur Einladung). 

Mit finanzieller Unterstützung des Sächsischen Staatsministeriums des Innern und der Staatlichen Riesengebirgshochschule in Hirschberg/Jelenia Góra ehrt der mit dreitausend Euro dotierte Preis hervorragende  Leistungen auf dem Gebiet der Literatur und Kultur Schlesiens, die sich zudem durch eine besondere humane Gesinnung auszeichnen und dem Geist der Verständigung dienen. Die Ermittlung des Preisträgers erfolgt durch eine unabhängige Jury aus fachkundigen Persönlichkeiten.


Als Mitglieder der Jury wurden benannt:                                           

  • Dr. Józef Zaprucki – Riesengebirgshochschule, Hirschberg/Jelenia Góra, Vorsitzender der Jury und stellvertretender Vorsitzender des VSK
  • Dr. Jens Baumann – Sächsisches Ministerium des Innern, Dresden
  • Dr. Magdalena Gebala – Deutsches Kulturforum östliches Europa
  • Sven-Alexis Fischer – Vorstandsmitglied des VSK
  • Prof. Dr. Lucjan Puchalski – Universität Breslau/Wrocław
  • Prof. Dr. Danuta Rytel-Schwarz – Universität  Leipzig
  • Christopher Schmidt-Münzberg – Vorsitzender des VSK

Preisverleihung 2019

Erstmalig findet die feierliche Verleihung des Literaturpreises am Sonntag, den 1. Dezember 2019 um 11 Uhr in der Aula der Riesengebirgshochschule in Hirschberg/Jelenia Góra, ul. Lwówecka 18, 58-503 Jelenia Góra, statt. (Link zur Einladung)

Preisträger 2019

Hauptpreisträger | Filip Springer | geb. 1982 in Posen/Poznań
Filip Springer absolvierte einen interdisziplinären Studiengang an der Adam-Mickiewicz-Universität in Posen/Poznań. Heute ist er als Fotoreporter und Journalist tätig. Seine Texte wurden u.a. in den Zeitschriften Polityka, Przekrój sowie in Rzeczpospolita und Tygodnik Powszechny veröffentlicht. 2010 bekam er ein Stipendium des polnischen Ministers für Kultur und Nationales Erbe, 2012 war er Stipendiat des Programms »Junges Polen« des polnischen Nationalen Kulturzentrums. Springer ist der Autor mehrerer literarischer Reportagen: Kupferberg. Der verschwundene Ort, Kopfgeburten. Architekturreportagen aus der Volksrepublik Polen, Zofia und Oskar Hansen, 13 Stockwerke, Buch der Verzückung und Die Stadt als Archipel. Kleinstadt-Polen. Im Jahr 2013 erhielt der Schriftsteller die Medaille der Jungen Kunst, 2016 bekam er die »Schlesischen Literarischen Lorbeeren«. Seine Reportagebände Kupferberg und Kopfgeburten wurden von der Berliner Literaturübersetzerin Lisa Palmes ins Deutsche übertragen.

Sonderpreisträgerin | Lisa Palmes | geb. 1975 in Greven
Lisa Palmes studierte Philosophie und Soziologie in Wien sowie auch Polonistik und Germanistische Linguistik an der Humboldt-Universität in Berlin und an der Universität Warschau. Als Übersetzerin polnischer Literatur ist sie seit 2009 tätig. In den letzten Jahren übersetzte sie Werke zahlreicher polnischer Schriftstellerinnen und Schriftsteller wie Joanna Bator, Lidia Ostałowska, Filip Springer oder Justyna Bargielska. Palmes organisiert gemeinsam mit der Berliner Buchhandlung »Buchbund« literarische Veranstaltungen; zudem unterrichtet sie Literarisches Übersetzen an den Universitäten in Berlin und Tübingen. 2017 bekam Lisa Palmes den Karl-Dedecius-Preis für literarische Übersetzungen aus dem Polnischen ins Deutsche. Zuletzt übersetzte sie zusammen mit Lothar Quinkenstein Die Jakobsbücher von Olga Tokarczuk, die 2019 auf Deutsch erschienen sind.

Rahmenprogramm der Preisverleihung

  1. Musikalischer Auftakt, Ewa Antosik (Violine)
  2. Begrüßung durch den Rektor der KPSW sowie den Vorsitzenden des VSK
  3. Grußworte – Ministerpräsident von Sachsen / Marschall der Woivodschaft Niederschlesien
  4. Musikalisches Intermezzo, Ewa Antosik (Violine)
  5. Bekanntmachung des Preisträgers und Laudatio durch den Vorsitzenden der Jury
  6. Verleihung des Preises
  7. Presse
  8. Ansprache durch den Preisträger
  9. Musikalisches Finale, Chor der evangelischen Gemeinde der Wang-Kirche im Riesengebirge
  10. Empfang im Foyer

Einladung zur Preisverleihung (Link zum pdf)

Aus Anlass der Verleihung des Riesengebirgspreises für Literatur lade ich Sie im Namen der Veranstalter am Sonntag, den 1. Dezember 2019, um 11:00 Uhr in die Aula der staatlichen Hochschule des Riesengebirges, ul. Lwówecka 18, 58-500 Jelenia Góra ein.

Dr. Józef Zaprucki
– Vorsitzender der Jury –

Presseanfragen bitte via Email an vorstand@vskschlesien.de oder postalisch an:

Verein zur Pflege schlesischer Kunst und Kultur e.V. (VSK)
Brüderstraße 13
02826 Görlitz