VSK-Jahrestagung 2025

– Beitrag: Karin Thomas-Martin –

Vorabend in Lomnitz

Am Vorabend der Jahrestagung wurde der am Bober gelegene Teil des Lomnitzer Schlossparks nach der Beseitigung der Hochwasserschäden von September 2024 am 3.Oktober 2025 wieder eingeweiht. Elisabeth von Küster dankte mit einem Sektempfang den VSK-Mitgliedern, die mit großzügigen Spenden zur Wiederherstellung beigetragen hatten.

Dr. Peter Schabe, der Geschäftsführer der DeutschPolnischen Stiftung Kulturpflege und Denkmalschutz, und Dr.-Ing. Klaus-Henning von Krosigk, der ehemalige Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur, lobten die Sichtachse entlang des Bobers zum neuen Obelisken, auf dem eine Inschrift aus dem Wörlitzer Park um 1810 eingraviert ist: „Wanderer achte Natur und Kunst und schone ihrer Werke.“ Auch von Schloss Schildau aus hat man dorthin einen wunderbaren Blick.

Mitgliederversammlung am 4. Oktober 2025

Der Vorsitzende Christopher Schmidt-Münzberg erläuterte in seinem Tätigkeitsbericht den Sachstand der verschiedenen Projekte.
Die Arbeiten an der Zieten-Schlichting-Grablege am Zacken bei Bad Warmbrunn/Cieplice sind fast abgeschlossen. Zur Erinnerung: 2023 hatte Marta Maćkowiak eine Grabplatte auf einem komplett vermüllten Platz am Zacken entdeckt (s. Nr. 72). Dieser Platz ist nun ordentlich hergerichtet und bepflanzt, die Grabplatten sind wieder würdig platziert. Die Stadt Hirschberg übernimmt freundlicherweise die Pflege. Lediglich die Schriften auf den Grabplatten müssen noch vergoldet werden und eine Informationstafel mit QR-Code wird aufgestellt.

Eine Infotafel mit QR-Code wird auch an der Persiusbank in Buchwald angebracht. Es soll erreicht werden, dass die Stiftung Buchwald auf den Übersichtsplänen und Wegweisern auf die Bank hinweist. Auch das Geburtshaus des Dichters Georg Heym in Hirschberg in der ul. Grabowskiego 6 soll mit einer Informationstafel versehen werden.

Die Wiederherstellung eines Karl-Holtei-Denkmals in Breslau ist nicht einfach. Durch verschiedene neue Kontakte und die Verknüpfung durch das Holteische Gedicht „Der letzte Pole” mit Tadeusz Kościuszko (s. Nr. 69) wird hoffentlich ein Gedenkort auf den Weg gebracht werden.

Die dauerhafte würdige Gestaltung des ehemaligen evangelischen Friedhofs in Nieder-Schreiberhau ist eine Mammutaufgabe – Christopher Schmidt-Münzberg hofft, dazu bald einen Rahmenplan erstellen zu können. Eine wichtige Grundlage ist außerdem das Buch „Pantheon des Riesengebirges”, dessen deutsche Ausgabe am Jahresende erscheint (s. S. 11) und die der VSK mit initiiert hat.

Nach dem Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden leiteten Jürgen Karwelat und Karsten Riemann die Vorstandswahl. Neu in den Vorstand gewählt wurde Dr. Georg Henneke-Minas als stellvertretender Vorsitzender. Franz Friedrich Prinz von Preußen hatte aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidiert. Joachim Stenke ist neuer Schatzmeister. Die bisherige Amtsinhaberin Brigitte Stammann wird Beisitzerin und Dr. Fabian Peissker vervollständigt die Beisitzerriege. Alle Vorstandsmitglieder finden Sie → auf der Seite der VSK-Vereinsorgane.

VSK-Ehrenmitglied Klaus-Henning von Krosigk

In einer bewegenden Laudatio erinnerte der Vorsitzende Christopher Schmidt-Münzberg daran, was das Hirschberger Tal und auch der VSK dem Engagement des hier schon genannten Klaus-Henning von Krosigk verdankt.

Er war Mitglied der IKOMOS-Kommission die über die Nominierung zum UNESCO-Weltkulturerbe berät. Er erreichte auch, dass die alte Lindenallee zwischen Lomnitz und Fischbach nicht einem Straßenausbau zum Opfer fiel. Auch bei der Wiedererrichtung der Persiusbank im Park von Buchwald war Klaus von Krosigk dem VSK ein wesentlicher Unterstützer.

In Anerkennung dieser seit 1995 für Schlesien und die deutsch-polnische kulturelle Zusammenarbeit geleisteten Verdienste wurde deshalb Herrn Dr.-Ing. Klaus-Henning von Krosigk die Ehrenmitgliedschaft des VSK verliehen.

Besichtigung Schloss Buchwald

Nach dem Vortrag von Klaus von Krosigk über die „Ornamental farm” Wörlitz und Buchwald (S. 25) passte es perfekt, dass der VSK das neu renovierte Schloss Buchwald/ Pałac Bukowiec besichtigen konnte.

Es war bislang das unscheinbarste Gebäude im Buchwalder Park – ursprünglich ein Renaissance-Gutshaus, umgeben von Wassergräben. Architekt Christopher SchmidtMünzberg führte durch das von Friedrich Wilhelm von Reden klassizistisch umgebaute Schloss und wies vor allem auf die bei der Renovierung freigelegten Fresken hin. Schloss Buchwald ist derzeit der Sitz des Verbandes der sechs Riesengebirgsgemeinden und kann von Montag bis Freitag besichtigt werden.

VSK-Exkursion zur Jahrestagung 2025

Am Tag nach der Mitgliederversammlung steuerte der Bus mit 45 Wissbegierigen interessante Plätze im Hirschberger Tal an.

→ Beitrag weiterlesen im GAL Nr. 75, S. 16 …


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