Aktuelle Ausgabe “Gruß aus Lomnitz”

Kurzvorstellung einiger Beiträge der aktuellen Ausgabe unseres deutsch-polnischen Informationsheftes

Auch in der aktuellen Ausgabe des “Gruß aus Lomnitz” (GAL) finden Sie wieder spannende Beiträge und Informationen zur schlesischen Kunst und Kultur. Wir möchten Ihnen hier eine Auswahl davon vorstellen. Die vollständige Informationsbroschüre können Sie, so wie auch alle früheren Ausgaben, bei Interesse als pdf-Datei kostenfrei herunterladen.

Eine schlesische Nobelpreisträgerin – Olga Tokarczuk erhält den Nobelpreis für Literatur

Olga Tokarczuk, Foto: Martin Kraft

Jürgen Karwelat

Am 10. Oktober 2019 gab die Schwedische Akademie in Stockholm die Verleihung an Olga Tokarczuk bekannt. Der Preis wird am 10. Dezember 2019 rückwirkend für das Jahr 2018 verliehen. Damit wird mit dem weltweit bedeutendsten Literaturpreis eine Schriftstellerin geehrt, in deren Werk sich auch die vielschichtige Geschichte von Schlesien widerspiegelt. Weiterlesen im GAL 63, S.37

Theodor Fontane im Riesengebirge zum 200. Geburtstag

Theodor Fontane, 1883 (Gemälde von Carl Breitbach)

Grażyna Prawda

Am 30. Dezember 2019 jährt sich zum 200. Mal der Geburtstag von Theodor Fontane. So ist das eine gute Gelegenheit, sich an den herausragenden Romancier des Jahrhunderts, einen Vertreter des sogenannten deutschen bürgerlichen Realismus, zu erinnern. Seine großen Romane schrieb er aber erst nach seinem 60. Lebensjahr. In jungen Jahren war er als Apotheker, dann als Journalist sowie Theaterkritiker tätig. Fontane unternahm Reisen durch England, Schottland, die Mark Brandenburg und Pommern. Letztendlich besuchte er, was aber weniger bekannt ist, mehrmals das Riesengebirge. Ein literarisches Ergebnis dieser Reisen war u.a. der Roman Quitt von 1890. Weiterlesen im GAL 63, S.28

Enthüllung einer Gedenktafel über die ehemalige Michelsbaude im Isergebirge

Enthüllte Gedenktafel der Michelsbaude

Krzysztof Tęcza

… Die Michelsbaude erschien erstmals 1824 auf den Karten. Laut erhaltenen schriftlichen Quellen wurde hier ein preiswertes Gasthaus betrieben. Nach dem Bau der Riesengebirgsstraße 1857 verlor die alte Straße ihre Bedeutung und das Forsthaus verlegte man in das heutige Jakobsthal. Die ungenutzte Baude wurde vermietet. Leider konnte das Objekt aufgrund des sinkenden Verkehrsaufkommens kein ausreichendes Einkommen generieren, was zu seiner Schließung führte. Das bergige Gelände war für einen ernsthafteren Anbau nicht geeignet, so dass das Leben hier nicht einfach war. Kein Wunder, dass das Objekt schließlich aufgegeben wurde und ohne laufende Wartung nach und nach verfiel und einstürzte. Weiterlesen im GAL 63, S.12

Wer war der Reformpädagoge Karl Friedrich Wilhelm Wander?

Erhaltene Gedenkplatte des schlesischen Provinzial-Lehrervereins zum 100. Geburtstages von K.F.W. Wander, 1903

Ullrich Junker

Karl Friedrich Wilhelm Wander (1803–1879), der schlesische Pädagoge und Schulpolitiker, hat den Beginn der modernen Volksschule und ihrer Lehrerschaft im 19. Jahrhundert maßgeblich, auch gegen den obrigkeitlichen Widerstand, geprägt. Karl Friedrich Wilhelm Wander wurde am 27. Dezember 1803 zu Fischbach, Kreis Hirschberg in Schlesien geboren. … (Es ist) fast schon eine Ironie der Geschichte, dass Karl Friedrich Wilhelm Wander durch sein fünfbändiges
Sprichwörterlexikon der deutschen Sprache, das bis heute in diesem Umfang nach wie vor unerreicht ist, deutschlandweit Berühmtheit erlangte und nicht durch die sein ganzes Leben maßgeblich geprägte reformpädagogische Arbeit. Weiterlesen im GAL 63, S.15

Epitaph für den luth. Rektor Andreas Treiber in der kath. Kirche St. Pancratius und Erasmus entdeckt

Epitaph für Andreas Treiber an der nördlichen Chorwand von St. Erasmus u. St. Pankratius, Hirschberg

Ullrich Junker, Übersetzung Dr. Józef Zaprucki

Kaum sichtbar befindet sich auf der Evangelienseite (linken Seite) im Presbyterium der kath. Kirche St. Pancratius und Erasmus oberhalb des Chorgestühls ein Epitaph für den im Jahre 1536 verstorbenen Rektor ANDREAS TREIBER. Durch das geschnitzte durchbrochene Akanthuslaubwerk ist dieses Epitaph kaum sichtbar. ANDREAS TREIBER war von 1526–1536 Rektor an der luth. Elementarschule zu Hirschberg. … Das Epitaph wird durch das Akanthusblatt-Schnitzwerk am Oberteil des Chorgestühls abgedeckt und ist kaum sichtbar. Die beiden Haken oberhalb des Epitaphs könnten ein Hinweis sein, daß früher das Epitaph durch ein Bild verdeckt war und somit in Vergessenheit geriet und in den Geschichtswerken keine Erwähnung fand. Weiterlesen im GAL63, S.40