Die Grufthäuser auf dem Gnadenfriedhof erhalten neue Dächer

von Dr.Gerhard Schiller

Auf dem Gnadenfriedhof In Jelenia Góra/Hirschberg geht die Restaurierung der achtzehn

barocken Grufthäuser der Kaufmannschaft der Schleierherren in ihre letzte Etappe. Das Projekt wird im Rahmen des EU-Programms der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Sachsen und Polen von der Stadt Jelenia Góra als Lead-Partner und dem Verein für schlesische Kunst und Kultur (VSK) als Projektpartner durchgeführt. Nach Abschluss der restauratorischen Maßnahmen an Fassaden und Grabmälern erhalten die Grufthäuser in einem letzten Schritt bis Ende November 2013 neue Bedachungen, um die geleisteten Arbeiten langfristig zu sichern. Zudem sollen Kameras installiert werden, um künftige Beschädigungen durch Vandalismus zu verhüten. Zum Projektabschluss wird eine kleine illustrierte Monographie über den Gnadenkirchhof und die hochinteressante Geschichte der hier Ruhenden entstehen. Zudem soll vor Ort ein Infokiosk diese Geschichte in vier Sprachen (PL, D, GB, CZ) in digitaler Weise für Besucher zugänglich machen. Für den 26. Novermber 2013 ist bereits eine kleine Konferenz angedacht, zu der auch die Nachfahren der Schleierherren eingeladen werden sollen. Hier soll die Geschichte des einzigartigen Kulturdenkmal des Gnadenfriedhofs und der Hirschberger Schleierherren, denen es bereits im 17. Jahrhundert gelang, schlesische Schleierleinen und Leinwand in alle Welt zu versenden und die damit einen ganz besonderen Platz in der Geschichte Schlesiens beanspruchen dürfen, gemeinsam in Erinnerung gerufen werden.

Die Grufthäuser Nr. 13 bis Nr. 16 nach der Restaurierung ihrer Fassaden

Die Grufthäuser Nr. 13 bis Nr. 16 nach der Restaurierung ihrer Fassaden

Grufthaus (Nr. 8) der Familien Köhler von Mohrenfeld und Thomann mit neuem Dach

Grufthaus (Nr. 8) der Familien Köhler von Mohrenfeld und Thomann mit neuem Dach

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