4. Winterakademie vom 16. bis 24. Februar 2019 im romantischen Riesengebirge im *****Schlosshotel Wernersdorf

Mitten im Winter laden wir gemeinsam mit Senfkorn-Reisen Alfred Theisen ein zu besonderen Tagen der Entspannung, Begegnung und Information im *****Schlosshotel Wernersdorf/Pakoszów in das wieder zum „Schlesischen Elysium“ gewordene Hirschberger Tal, umgeben von der Bergwelt des Riesengebirges. Ausgewiesene Experten stehen für Vorträge und Gespräche zu aktuellen Aspekten der völkerverbindenden Kulturarbeit im heutigen Schlesien und weiteren Themen zur Verfügung. Zusätzlich werden interessante Exkursionen zu kulturhistorischen Stätten und Sehenswürdigkeiten in Niederschlesien angeboten. Das Programm lässt reichlich freie Zeit für Muße, individuelle Begegnungen und Erholung.

Vorläufiges Programm

1. Tag, Sonnabend, den 16. Februar 2019

Bis spätestens 17 Uhr erfolgt die Anreise zum Schloss Wernersdorf, wobei wir einen kostenlosen Abholservice ab Görlitz anbieten. Um 18 Uhr wird eine Führung auf Schloss Wernersdorf angeboten. Anschließend wird die Winterakademie mit einem kleinen Empfang vor dem Abendessen eröffnet. Der Abend klingt aus bei einer Gesprächsrunde mit Dr. Ingrid und Dr. Hagen Hartmann, Inhabern des Schlosshotels Wernersdorf.

2. Tag, Sonntag, den 17. Februar 2019

Am Sonntagmorgen kann individuell ein Gottesdienst besucht werden. Erst um 10.30 Uhr wird Dr. Eckhard Hoffmann „Emil Krebs – als Sprachgenie und Idol“ vorstellen. Dieser Schlesier war ein deutscher Sinologe, Diplomat, Dolmetscher und Übersetzer. Er beherrschte 68 Sprachen. Seine Sprachkenntnisse ermöglichten es ihm, im Auswärtigen Amt in Berlin aus über 40 Fremdsprachen zu übersetzen.

Nach einer individuellen Mittagspause geht es dann zur nahen Villa Wiesenstein des Literaturnobelpreisträgers Gerhart Hauptmann, wo eine Ausstellung zu Emil Krebs eröffnet wird. Anschließend ist freie Zeit bis zum Abendessen um 18 Uhr. Um 20 Uhr findet dann eine Gesprächsrunde mit dem ehemaligen niedersächsischen Landtagspräsidenten Horst Milde (SPD) statt. Der gebürtige Breslauer wird über seine Erfahrungen als Schlesier in Politik und Gesellschaft sowie seine engen Kontakte ins heutige Breslau berichten.

3. Tag, Montag, den 18. Februar 2019

Vormittags starten wir zu einer Rundfahrt zu einigen der vielen Adelssitze im Hirschberger Tal. In Buchwald wird Urte von Berg ihr Buch „Die Redens in Buchwald im Hirschberger Tal“ vorstellen.

Es geht weiter zu einer individuellen Mittagspause auf Schloss und Gut Lomnitz, wo dann um 15 Uhr eine Begegnung mit Elisabeth von Küster stattfindet.

Nach dem Abendessen wird in der Gesprächsrunde Viola Wojnowski das 2018 fertig sanierte und eröffnete Oppenheim-Haus vorstellen, ein neues wichtiges auch der internationalen Begegnung dienendes Kulturzentrum im Herzen von Breslau.

4. Tag, Dienstag, den 19. Februar 2019

2019 ist ein Jahr, in dem besonders Theodor Fontane gedacht wird, der vor 200 Jahren, am 30. Dezember 1819, in Neuruppin geboren wurde. Er gilt als literarischer Spiegel Preußens und als bedeutendster deutscher Vertreter des Realismus. Gerhard Weiduschat wird über Theodor Fontane und seine Beziehungen zu Schlesien und Polen referieren.

Am Nachmittag wird Dr. Andrzej Kaluza das Deutsche Polen-Institut in Darmstadt vorstellen. Dieses Institut wurde 1980 von Karl Dedecius gegründet. Es trägt mit seinen vielfältigen Initiativen dazu bei, die gegenseitigen Kenntnisse des Kultur- und Geisteslebens von Polen und Deutschen zu vertiefen.

Nach den Abendessen wird im Rahmen des abendlichen Gespräches Waltraud Simon das segensreiche Wirken der Erika-Simon-Stiftung in den vergangenen 25 Jahren in Schlesien vorstellen.

5. Tag, Mittwoch, den 20. Februar 2019

Vormittags findet ein Referat und anschließend eine Gesprächsrunde mit Nicola Remig zum Thema „Aktivitäten von Haus Schlesien in Schlesien – Bilanz und Perspektiven“ statt. Frau Remig ist Leiterin des Museums für schlesische Landeskunde im Kultur- und Begegnungszentrum Haus Schlesien in Königswinter bei Bonn.

Nach einer individuellen Mittagspause wird Frau Dr. Inge Steinsträßer über „Die Zisterzienser in Schlesien“ referieren, die einst von Sankt Hedwig ins Land gerufen wurden. Als Siedlungsorden stehen sie beispielhaft für die friedliche Ostsiedlung im Mittelalter und gründeten zahlreiche bedeutende Klöster in Schlesien.

Nach dem Abendessen um 18 Uhr besteht freie Zeit. Fakultativ wird ein aktueller Film über Schlesien gezeigt werden.

6. Tag, Donnerstag, den 21. Februar 2019

An diesem Tag findet unter dem Motto „Auf den Spuren der Zisterzienser in Schlesien“ unter der Leitung von Dr. Inge Steinsträßer eine ganztägige Exkursion zu den Klöstern Grüssau, Heinrichau und Kamenz statt, wobei in Kamenz auch das maßgeblich von Marianne von Oranien ausgebaute, beeindruckende Schinkel-Schloss besichtigt wird.

Zum Abendessen werden wir dann auf Schloss Muhrau bei Striegau zu Gast sein. Dabei steht uns eine Begegnung mit der herausragenden Zeitzeugin Melitta Sallai bevor, die nach einem bewegenden Leben auf ihr elterliches Schloss in Schlesien zurückgekehrt ist, es saniert und zum Sitz einer karitativ tätigen Sankt Hedwigs-Stiftung gemacht hat.

7. Tag, Freitag, den 22. Februar 2019

Am Freitagmorgen wird der Architekt und Publizist Christopher Schmidt-Münzberg, Vorsitzender des Vereins zur Pflege schlesischer Kunst und Kultur (VSK) zum Thema „Malerei und Architektur der Hochromantik im Hirschberger Tal“ sprechen.

Nach einer individuellen Mittagspause wird Prof. Arno Herzig seine Neuerscheinung „900 Jahre jüdisches Leben in Schlesien“ vorstellen.

In der abendlichen Gesprächsrunde wird Franz Friedrich Prinz von Preußen, Urenkel des letzten deutschen Kaisers, über seine Beziehungen zu Schlesienund seine aktuellen Schlesien-Erfahrungen berichten.

8. Tag, Sonnabend, den 23. Februar 2019

Am Samstagmorgen wird Prof. Marek Sadowski in einem prägnanten Vortrag Basiswissen zum Thema „Deutsche und Polen in Geschichte und Gegenwart“ vermitteln.

Nachmittags findet dann eine Gesprächsrunde mit dem polnischen Botschafter in Berlin, Prof. Dr. Andrzej Przyłębski (angefragt) zum Thema „Quo vadis Polen?“ statt.

Krönender Abschluss wird um 20 Uhr ein öffentliches Konzert aus Anlass der Winterakademie im Barocksaal von Schloss Wernersdorf sein. In Zusammenarbeit mit Ars-Augusta Görlitz werden unter der Leitung der Sängerin Eleni Ioannidou talentierte Sänger aus Polen und Deutschland eine Reihe von Liedern, Duetten und Quartetten des Komponisten Bolko von Hochberg zu Gehör bringen. Der Gründer der Görlitzer Stadthalle und der Schlesischen Musikfeste ist 1943 im Schloss Fürstenstein geboren worden, in einem der schönsten Schlösser Europas.

9. Tag, Sonntag, den 24. Februar 2019

Heimreise

Programmänderungen vorbehalten –

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