3. Winterakademie vom 3. bis 11. Februar 2018 im romantischen Riesengebirge auf Schloss Wernersdorf

Mitten im Winter laden wir ein zu besonderen Tagen der Entspannung, Begegnung und Information im *****Schlosshotel Wernersdorf/Pakoszów in das wieder zum „Schlesischen Elysium“ gewordene Hirschberger Tal, umgeben von der Bergwelt des Riesengebirges. Ausgewiesene Experten stehen für Vorträge und Gespräche zu aktuellen Aspekten der völkerverbindenden Kulturarbeit im heutigen Schlesien und weiteren Themen zur Verfügung. Zusätzlich werden zahlreiche interessante Exkursionen zu kulturhistorischen Stätten und Sehenswürdigkeiten in Niederschlesien angeboten. Das Programm lässt reichlich freie Zeit für Muße, individuelle Begegnungen und Erholung.

Programm

1. Tag, Sonnabend, den 3. Februar 2018
Bis spätestens 17 Uhr erfolgt die Anreise zum Schloss Wernersdorf, wobei wir einen kostenlosen Abholservice ab Görlitz anbieten, mit gewisser Kostenbeteiligung auch aus Dresden, Leipzig oder Berlin. Um 18 Uhr wird eine Führung auf Schloss Wernersdorf angeboten. Anschließend wird die Winterakademie mit einem kleinen Empfang vor dem Abendessen eröffnet. Der Abend klingt aus bei einer Gesprächsrunde mit Vertretern der Veranstalter, dem Verein zur Pflege schlesischer Kunst und Kultur (VSK), des Schlosshotels Wernersdorf und des Görlitzer Senfkorn Verlages, der das Magazin „Schlesien heute“ herausgibt.

2. Tag, Sonntag, den 4. Februar 2018
Vormittags findet ein Referat und anschließend eine Gesprächsrunde mit Nicola Remig zum Thema „Kulturarbeit für Schlesien in Deutschland“ statt. Frau Remig ist Leiterin des Museums für schlesische Landeskunde im Kultur- und Begegnungszentrum Haus Schlesien in Königswinter bei Bonn. Nachmittags wird fakultativ ein Rundgang auf jüdischen Spuren in Hirschberg/Jelenia Góra angeboten. Nach dem Abendessen wird ein Kamingespräch zum Thema „Deutsche und Polen in Schlesien heute“ mit Generalkonsulin Ulrike Knotz aus Breslau stattfinden, in dessen Rahmen auch die Arbeit des Generalkonsulates vorgestellt wird (angefragt).

3. Tag, Montag, den 5. Februar 2018
Fahrt zum imposanten Schloss Klitschdorf bei Bunzlau, eines der größten und prächtigsten Schlösser Schlesiens, in dem wiederholt auch Kaiser Wilhelm II. zu Besuch war. Der letzte Besitzer Friedrich Hermann zu Solms-Baruth war während der Nazi-Zeit als Mitglied des Kreisauer Kreises im Widerstand gegen den Nationalsozialismus aktiv. Nach dem misslungenen Anschlag auf Adolf Hitler wurde Solms-Baruth verhaftet und sein Besitz beschlagnahmt. Anschließend Stadtrundgang in der „Welthauptstadt der Keramik“, die auch viele weitere besondere Attraktionen aufweist. Nach der Besichtigung einer der großen Keramikfabriken geht es über einen Zwischenstopp bei Schloss Braunau/Brunow unweit von Löwenberg zurück nach Wernersdorf. Der Tag klingt nach dem Abendessen mit einem zwanglosen Beisammensein aus.

4. Tag, Dienstag, den 6. Februar 2018
An diesem Morgen referiert der Kunsthistoriker Arne Franke zum Thema „Götterdämmerung der Schlösser Schlesiens“. Der Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher zu Schlesiens Adelssitzen informiert die Gäste und diskutiert mit ihnen über die aktuelle Situation der einst über 3000 Baudenkmäler. Der Nachmittag steht für Muße und Erholung zur freien Verfügung.
Gast des abendlichen Kamingespräches zum Thema „Schlesien und seine Kulturen“ wird der Direktor der Städtischen Museen in Breslau, Dr. Maciej Łagiewski, sein.

5. Tag, Mittwoch, den 7. Februar 2018
An diesem Tag findet eine Exkursion mit dem Kunsthistoriker Arne Franke zum erstmals seit Jahrhunderten komplett sanierten Kloster Grüssau statt, mit seinen beiden großen Kirchen und dem Abtpalast eine der herausragenden Perlen des schlesischen Barocks. Dann geht weiter ins Glatzer Bergland mit einer individuellen Mittagspause in Bad Altheide/Polanica Zdrój zum Schloss Grafenort/Gorzanów, um sich vor Ort über die private Initiative zur Rettung dieses einst prächtigen Adelssitzes zu informieren. Auf dem Rückweg machen wir Station bei einem bereits geretteten Baudenkmal, dem Schlosshotel in Langenbielau/Bielawa, wo wir auch zu Abend essen.

6. Tag, Donnerstag, den 8. Februar 2018
Einer der führenden Repräsentanten der deutschen Minderheit in Polen, Raphael Bartek, wird aus erster Hand über das Schicksal und die aktuelle Lage der heute überwiegend in Oberschlesien lebenden deutschen Bevölkerung in Polen berichten. Der Nachmittag steht für Muße und Erholung zur freien Verfügung. Im Rahmen eines abendlichen Kamingespräches wird Martin Wiatr seinen hervorragenden „Literarischen Reiseführer Oberschlesien“ vorstellen und aufzeigen, dass auch dieser Teil Schlesiens nicht nur das Land der Wälder und der Schlote war. Namen wie Eichendorff, Freytag, Scholtis, Piontek, Bieneck oder Max Hermann-Neisse zeugen vom imposanten, starken Beitrag der Oberschlesier zur deutschen Literatur.

7. Tag, Freitag, den 9. Februar 2018
Vortrag von Dr. Jozef Zaprucki – Die Historie von Hirschberg im Roman „Zwischen Mauern und Türmen“ von Fedor Sommer und der Bezug zu Wernersdorf. Im Anschluss daran findet mit dem Referenten eine Exkursion zu den im Roman genannten historischen Stätten in Hirschberg statt. Dazu zählen u. a. die Häuser berühmter Hirschberger Persönlichkeiten (Menzel, Thebesius, Buchs, Gottfried, Krahn) und die Siebenhäuser sowie das Rathaus auf dem Ring; Empfang durch den Stadtpräsidenten Marcin Zawiła im Rathaus.
Anschließend geht es zu Schloss und Gut Lomnitz, um die Gäste aus erster Hand über aktuelle Entwicklungen und neue Pläne dieses längst zum herausragenden Tourismusmagneten gewordenen deutsch-polnischen Kultur- und Begegnungszentrums zu informieren. Abends steht ein Kamingespräch mit Prof. Arno Herzig über Sankt Hedwig und ihre Bedeutung für Schlesien auf dem Programm.

8. Tag, Sonnabend, den 10. Februar 2018
Vormittags findet fakultativ ein „Werkstattgespräch“ mit Vertretern des VSK und des Senfkorn Verlages über aktuelle Vorhaben in Schlesien statt. Abschließender Höhepunkt ist am Nachmittag ein Gespräch mit dem bayerischen Europapolitiker Bernd Posselt, Präsident der Paneuropa- Union Deutschland und ehemaliger langjähriger engster Mitarbeiter von Otto von Habsburg zum Thema „Europa quo vadis“. Bei einem Abendessen mit dezenter musikalischer Umrahmung und besonderen Gästen wird dann die Winterakademie ausklingen.

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